Doreens Blog

Ein Augapfel wie eine Kartoffel

Unglaublich. Neulich ist mir aufgefallen, dass ich in Mathe die Sachen von der Tafel nicht ordentlich lesen kann. Deshalb kam meiner Mutter die Idee, mal zum Augenarzt zu gehen, um zu schauen, ob mein gelegentlicher Schwindel vielleicht daher kommt. Da der Augenarzt bis in drei Wochen komplett ausgebucht war, haben wir beim Optiker einen Sehtest machen lassen.

Gut, blind bin ich nicht, aber eine Brille brauche ich schon – zumindest wenn ich was nicht lesen kann. Die Optikerin war voll nett und hat versucht zu erklären wie meine Hornhaut gekrümmt ist oder so. Also nicht gerade, sondern ein bisschen verbogen. Blabla.

Jedenfalls war sie da am Rumerzählen vonwegen mein Augapfel würde aussehen wie wenn man mit einem Zirkel etwas schief malt. Und so weiter und so fort.

Am Ende meinte mein Papa einfach: “Also im Grunde sieht ihr Augapfel aus wie eine Kartoffel.”

“Äh, ja, so kann man das auch zusammenfassen.”

Gut, eine Kartoffel also. Haha, klasse. Ich weiß auch schon wie meine Brille aussehen soll: aus Holz. Sowas wäre echt äußerst knorke!

Ooooo, der Mooshaufen

Das war wieder eine Aktion heute, unglaublich. Dara und ich wollten mit dem Hund raus. Meine Mutter hat vorgeschlagen, uns hinter zum Neubaugebiet zu fahren wo es eine riesige Wiese gibt, damit Boots schön rumrennen kann. Da meine Mama immer recht kreativ mit neuen Wegen ist, hat sie uns einfach schon auf einem Feldweg rausgeschmissen, damit wir über das Feld rüber zur Wiese gehen konnten. Der Plan war ja nicht schlecht so weit.

Also sind Dara und ich mit Boots losgewandert über den matschigen Feldweg, der aber bald aufhörte. Da standen wir mitten im Getreidefeld und es gab nur den Rand, wo nichts wuchs. Wir also rüber zum Rand und da weiter gelaufen. Meine Mutter war schon längst wieder weg mit dem Auto, zurückgehen war keine Option mehr.
Wir sind ungefähr eine Viertelstunde am Rand vom Feld, parallel zur Straße gelaufen. Im Grunde sind wir im Straßengraben gelaufen, aber gut, so schlimm war es gar nicht.
Bis auf die Mücken.
Die wurden nämlich immer mehr und mehr und mehr und – ja – mehr.
Voll am Ausrasten diese Mücken, alles voller Mückenschwärme.

Deswegen sind wir nach drei Anläufen über die Straße gelaufen, denn da war ein Waldstück. Dara und ich sind über die Brennesseln gekraxelt mit Hund im Schlepptau und in einem etwa sieben Meter langen und knietiefen Mooshaufen gelandet. Da hatte doch irgend so ein bekloppter Gärtner Laub und Moos an den Waldrand gekippt. Das war echt fürchterlich und lustig zugleich. Dara und ich haben uns so schlapp gelacht als wir über den Mooshaufen gehüpft sind, denn das müssen schnelle und leichte Sprünge sein, um nicht einzusinken. Boah ey, was für eine Aktion.

Schließlich sind wir in irgendeinem Privatwald gelandet haben wir später festgestellt. Wir sind eine Monsterrunde durch den Wald gelaufen, das war echt schön – so ein richtig dunkelgrüner, waldiger Wald. Also so mit Efeu und umgekippten Bäumen und Blumen und Moos, so richtig hübsch. Als wir die Runde beendet haben, sind wir erst einen Weg an einem großen Gebäude entlang gelaufen. Dara dachte schon, wir wären an irgendeiner JVA oder so, weil da teilweise komische Typen rumliefen. Dass da aber zwei Mädchen mit Hund fröhlich oder im Grunde eher leicht verstört – weil wir uns ein bisschen verirrt hatten – rumliefen, hat da keinen gestört. Eigenartig war das ganze trotzdem, denn nach diesem Gefängnisgebäude kam ein Parkplatz, wo ein Schild hing vonwegen Nur für Mitarbeiter von keine Ahnung wie das hieß. Wo wir letztendlich gelandet waren weiß ich nicht mehr genau, jedenfalls hat uns unsere Mutter später wieder an besagtem Feldweg abgeholt, den wir wenig später wiedergefunden hatten. Das war wieder mal eine Aktion, boah ey.

Neulich war Kraftklub nachts auf irgendeinem Kanal und hat was gesungen.

Dara fragte mich einen Tag später: “Wie hießen die von gestern noch gleich? Knasterfahrung?”

Warte, nicht essen!

Vorhin saßen Dara und ich am Tisch und haben Schokomüsli gegessen. Mysteriöserweise sind da Datteln mit drin, was aber nur irgendwo hinten bei den Zutaten drauf steht. Als ich das Müsli zum ersten Mal gegessen habe, war das echt strange mit den Datteln, aber man gewöhnt sich dran.

Jedenfalls hat Dara das Müsli gerade auch zum ersten Mal gegessen und überraschenderweise ebenfalls nichts von den Datteln gewusst. So, nun der Dialog dazu.

Dara: Warte, nicht essen!

Ich esse weiter vor mich hin und unterdrücke ein Lachen.

Dara: Warte mal, was ist das?

Ich esse immer noch, muss aber doch laut lachen. Da ich nicht sprechen kann, zeige ich ihr die Verpackung und die Zutatenliste.

Dara: Ne, ne – guck dir das mal an.

Dara zeigt mir ihren Löffel.

Dara: Das ist doch keine Dattel, oder?

Ich: Nein, das ist keine Dattel. Aber was soll das sonst sein?

Das Ding auf dem Löffel ist schmal, dunkel und lang. Ich kreische.

Ich: Aaaaaaaaaaah, das ist eine Raupe!

Dara: Ich hab alles zurück gespuckt und du isst weiter.

Ich: Zeig nochmal her. Eine Raupe?

Dara lacht.

Dara: Ha! Das ist bestimmt ein Stiel von den Datteln.

Na hoffentlich war’s einer. Weiter gegessen haben wir jedenfalls nicht. Aber um ehrlich zu sein haben wir das ganze Müsli ausgekippt und nachgeschaut. Von wegen Raupennest oder so. Nichts. Ein Dattelstiel sagen wir einfach.

Während ich das schreibe stellt Dara noch was fest: Es schneit? Ah ne, das sind die Blütenblätter vom Kirschbaum.

Alter Schwede.

Nur ein Knacks. Aber ein lauter.

Oh, das ist lange her, dass ich das letzte mal was geschrieben habe. Liegt aber daran, dass ich meine Hand drei Wochen lang in Gips hatte, weil ich eine Sehnenscheidenentzündung vom Klavierspielen hatte. Dachten wir zumindest. Der Witz an der Sache ist nämlich, dass ich nur beim Hausarzt war, der das diagnostiziert hat. Anstatt zum Orthopäden zu gehen, hab ich mir einfach die Gipsschiene machen lassen, wie der Arzt im Grunde angeordnet hatte, deswegen bin ich Ewigkeiten mit dem lästigen Gips rumgerannt. Und weil’s nicht besser wurde, bin ich letzte Woche doch zum Orthopäden gegangen, der übrigens, obwohl er längst in Rente war, noch immer in der Praxis aus Spaß gearbeitet hat. Nach dem Röntgen hat er mich wieder ins Zimmer geholt und auf einen Hocker gesetzt. Plötzlich hat die Arzthelferin meinen Arm festgehalten, der Arzt hat an meiner Hand gezogen und es hat fürchterlich geknackt. Es hat nicht wehgetan, es war nur ein lautes Knacken. Und zack war der Schmerz weg. Alter Schwede, da war nur irgendein Knochen oder eine Kapsel verklemmt. Das ist recht deprimierend, dass ich den Orthopädenbesuch rausgezögert habe und fünf Wochen meine Hand nicht bewegen konnte. Dabei war nur ein Knacks nötig um das ganze wieder zu richten. Mannmannmann.

Und noch was, ich bin nun wirklich manchmal nostalgisch, aber nicht in Sachen Blog, mit dem aktuellen Theme kriege ich eine Krise, deswegen tobe ich mich etwas aus.

Kaufst du mir Jutebeutel?

Ich schätze die meisten kennen Jutebeutel mit langen Henkeln. Am Anfang fand ich die total schrecklich, aber mittlerweile liebe ich sie, da ich gerne selbst welche bemale. Da gehe ich voll drin auf, haha. Was ich eigentlich schreiben wollte war etwas über die Sms von meiner Schwester, die immer so gut wie ein Wort, wenn es hoch kommt einen Satz, schreibt. Jedenfalls war sie letztens in der Stadt und der Sms Verlauf war einfach mega lustig.

Sie: Bin fast in der Stadt
Ich: Wieso
Sie: Shoppen
Ich: Mit wem
Sie: P., H. und M.
Ich: Krass geil. Have fun!
Sie: Danke
Ich: Bitte
Ich: Oh, kannst du mir bitte 3 Jutebeutel mitbringen
Sie: Jaja
Ich: Bitte bitte
Sie: Jaja
Ich: Maaaann!
Sie: Jaja
Ich: Du Nuss
Sie: Jaja
Ich: Boah ey
Sie: Jaja
Ich: Ja klar
Sie: Ja ich mach das schon
Ich: Dankedankedanke ♥
Sie: Jaja

Geschwisterliebe.

Die Uhrtick

Nun, ich kriege hin und wieder allerlei kuriose Spamkommentare. Die sind recht amüsant, da sie von irgendwelchen Servern aus Amerika oder so geschickt werden und einfach – vermutlich mit Google Translator - ins Deutsche übersetzt sind. Dabei kommt natürlich völliger Schwachsinn raus. Gerade habe ich wieder vier solcher Kommentare endgültig gelöscht, aber dass ich daraus eigentlich einen Artikel machen kann, ist mir natürlich erst später eingefallen. Zumindest sinngemäß kann ich mich noch an zwei erinnern.

Es stellt sich nun die Frage, wem jeder dem Arm gehört.

Das war so in etwa der erste, was man damit ausdrücken will, ist Interpretationssache. Und der zweite war etwas vonwegen:

Da ging ich in mein Wohnzimmer zu die Uhrtick und über die Welt nachdenken.

Huh, das hat was, oder? Die Uhrtick. Der Uhrtick. Das Uhrtick. Der Begriff ist wohl nicht nur mir fremd. Haha. Die anderen beiden waren quasi unleserlich, da es in Amerika kein ä, ö und ü gibt, die wurden durch Kästen ersetzt. Komischerweise bestand fast der halbe Satz aus den Umlauten. Nun gut.

Heute bin ich übrigens genau ein Jahr auf der neuen Schule, das ist echt mega. Das ist wirklich, wirklich mega. Auch wenn meine Freundin behauptet, mega sei kein Adjektiv, aber ich finde schon. Aber ich habe eben einen eigenen Schreibstil. So ist das nun mal.

Im Grunde müsste ich mit meiner doofen Facharbeit anfangen. Nein, eigentlich ist das recht spannend, was ich mir da ausgesucht habe. Allerdings ist das so spannend, dass es noch kein anderer vorher genommen hat und ich mich da praktisch alleine durchschlagen muss. Das ist mal was. Wahrscheinlich liegt es daran, dass das Buch, das ich genommen habe, normalerweise ein gewöhnlicher Roman ist und nicht in der Schule gelesen wird. Denn recht viele schreiben über etwas, das man auch in der Schule liest. Das wollte ich eigentlich auch machen, aber mein Lehrer fand es zu öde, dass ich schon wieder über was “Normales” schreibe. Jetzt muss ich mich aber wirklich mal dran setzen, ich habe noch so drei Wochen Zeit und es wird langsam knapp. Zumindest habe ich das Buch schon ausgelesen gestern. Nach ungefähr 8 Stunden am Stück lesen hab ich es dann doch geschafft. Sei’s drum, ich muss mir die Definitionen raussuchen, und das ist ohne Internet echt tricky, denn die Telekom ist der allergrößte Schwachsinn überhaupt. Wir sind andauernd offline.
Furchbar.
Wie sehr man sich ans Internet gewöhnt.
Aber wir haben ja alle Smartphones.

Wordle and stuff

Uuuhuu, ich habe eine ultimative kreative Seite neu wiederentedeckt. Und zwar wordle. Das ist einfach mega. Gerade war ich ein bisschen am Stöbern in diversen Blogs und plötzlich bin ich auf einem gelandet, wo jemand worlde ausprobiert hat. Da bin ich fast vom Glauben abgefallen, denn ich dachte, das wäre irgendwas aus Neuseeland, Bronson hatte mir das mal gezeigt. Vor hunderttausend Jahren habe ich da auch mal was drüber geschrieben, der Artikel heißt Der allertollste FAQ, wer mal nachlesen will. Jedenfalls kann man mit wordle viele Wörter in einer Wolke oder sonst wie designen. Wer einen Blog hat, kann auch seine Blogadresse eingeben und die meistgeschriebensten Wörter werden rausgefiltert. Das habe ich gemacht, aber den Haken bei remove common German words entfernt, was common übersetzt heißt, fällt mir gerade nicht ein, aber sowas wie alltäglich oder so. Aber ich schätze, man kennt die Bedeutung. Jedenfalls sind jetzt so normale Wörter wie ich, so oder das riesig geschrieben. Denn umso größer, desto häufiger kommen sie vor.
So sieht das dann ungefähr aus:

Ist doch ganz interessant, mal zu sehen, was man normalerweise alles so für Wörter benutzt. Obwohl, an einige Wörter kann ich mich gar nicht erinnern. Wann habe ich denn was über China geschrieben?

Jeden Moment kommt Kathi mich abholen, denn in einer Stunde haben wir Tanzkurs. Mein Vater macht gerade eine komplette Durchlüftung durch das ganze Haus. Es fiert, es friert. Und ich auch. Nachher friere ich noch an der Tastatur fest.
Montag haben wir schulfrei wegen Zeugniskonferenzen. Das hätte ich beinahe vergessen, wenn ich nicht auf den Vertretungsplan geschaut und mich gewundert hätte, wieso Montag keine Vertretungen sind. Aber meine Freundin hat mich schnell aufgeklärt. Sonst wäre ich doch glatt zur Schule gekommen. Haha.

Übrigens taucht nun immer diese komische Leiste auf der linken Seite auf, wenn ich einen Artikel veröffentlicht habe. Die wollen mich hier voll anspornen, ordentlich meine goals zu erreichen. Mein nächstes goal ist der 105. Artikel, ja klar. Das dauert noch was. Der hier ist, glaube ich, der 102. oder so.

Zange auf dem Dach

Das ist mir gerade eingefallen: Als wir am Ende der Weihnachtsferien von meiner Oma aus nach hause gefahren sind – und sie wohnt ein ganzes Stück weg von uns – hat mein Papa vorher irgendetwas am Auto rumgebastelt. Was das genau war, weiß ich nicht mehr, aber dazu hat er eine Zange benötigt. Und eben diese ist mir nach einem drittel Stecke, also etwa zwei einhalb Stunden Fahrt, aufgefallen. Aber nicht irgendwo im Auto, sondern auf dem Autodach. Das war besonders amüsant, weil ich nur gesagt habe, Da ist eine Zange auf dem Dach, und sich alle nur nach einer Zange auf irgendeinem Dach von irgendeinem Haus umgeschaut haben. Später, als wir an einer Ampel gehalten haben, habe ich sie schnell runtergenommen. Erst dann hat es der Rest auch verstanden. An diesem Erlebnis sieht man doch mal schön, wie ordentlich mein Papa Auto fährt. Haha. Ich glaube, die Zange ist nur nicht runter gefallen, weil das Fenster auf dem Dach ein bisschen vertieft ist.

Im Grunde müsste ich mir noch mein Kostüm nähen für Karneval. Allerdings klappt das nicht so ganz nach meinen Vorstellungen, denn eigentlich wollte ich meine Maske aus Venedig anziehen und dazu den Umhang. Der ist aber aus Polyester, sprich: saukalt. Deswegen hatte ich den ultimativen Plan, da einfach dicken Stoff reinzunähen, aber mein superschlauer Vater hat mir einen Geheimtipp gegeben. Und zwar, dass es viel besser sei, sich unter dem Umhang warm anzuziehen, als Stoff draufzunähen, denn sonst würde das ganze nicht mehr so locker leicht flattern. Das ist natürlich einleuchtend. Also kein Stoff unter dem Umhang.
Die andere Kostümalternative wäre ein Spiegelei. Das wäre echt ziemlich komisch. Aber dazu müsste ich mir noch Stoff kaufen und nähen und so. Nächstes Jahr vielleicht. Das Kostüm habe ich in so einer Zeitung für Eltern entdeckt – Nido – die wir ausversehen anstatt Neon abonniert haben. Da waren Kostüme im Partnerlook für Elter (laut meiner ehemaligen Biolehrerin gibt es diesen Singular von Eltern, ich finde es zwar schräg, aber gerade passend) und Baby. Also beispielsweise Spinne und Netz, Eisbär und Robbe oder eben Bacon und Spiegelei. Das ist echt niedlich.