Das Kind mit den großen Füßen

Es war echt cool, diese Woche. Einfach klasse. Also ein paar Sachen waren nicht so toll. Also eigentlich fast alles, wovon ich mir am meisten versprochen hatte. Aber whatever.

Also, jetzt mal im Detail, was eigentlich kurz sein sollte, es aber wohl nicht wird. Haha. So, Montag sind wir mit allen nach Kaikoura gefahren, mit einem Bus und einem Van, und wir 6 (wer’s noch nicht weiß: Luisa, Anja, Jess, Nicole, Paulina und ich) waren zusammen mit Roman im VIP-Van, wie wir ihn genannt haben. Tja, auf der 2 stündigen Fahrt haben wir 2 Pausen gemacht, die echt unnötig waren, denn meine echten Eltern fahren bei sowas knallhart durch. Als wir dann in Kaikoura waren, sind wir direkt zum Whalewatching gefahren, das ein paar von uns machen wollten. Tja, leider wurde das – warum auch immer – gecancelt und wir konnten nicht raus aufs Meer fahren, deshalb hab ich auch keine Wale gesehen. Später waren wir dann in dem Top 10 Holidaypark in so süßen Holzhütten. Holzhütten. Heißt Holzhütten, denn es war nur Holz innen und außen, mit einem Hochbett und einem Doppelbett. Nicole, Pauli, Jess und ich waren auf einem Zimmer. Da es eben nur eine Holzhütte war, mussten wir die Campingtoiletten und so benutzen, aber die waren völlig in Ordnung. Und Essen gab’s mit der Gruppe zusammen im Essensraum, wo es Spülen und Herdplatten und Kühlschränke gab, was echt cool ist, für einen Campingplatz. Dann haben wir uns mit unseren Plastikgeschirr in eine Reihe gestellt und viel zu wenig Essen für eine Gruppe von 30 Personen bekommen. Deshalb haben wir uns noch zu Subway geschmuggelt und haben uns eine Riesenpackung Cookies gekauft, die sehr zu empfehlen sind. Ganze 13 Stück waren drin, für  $9, das sind gerade mal 4,50€, das ist voll wenig.

Am Dienstag haben wir einen Wilderness walk gemacht, das war mal volle Kanne Wilderness. Es waren meiner Rechnung nach 5 Stunden Wanderung mit einer Stunde Lunch, aber Jess meinte, es waren nur 3 Stunden. Whatever. Auf jedenfall war es schrecklich. Total bergauf oder total bergab oder geradeaus, was am besten war. Mitten durch den Wald, den Berg hoch. DAS WAR SOO ANSTRENGEND! Ich bin fast gestorben bei 20 Minuten steil bergauf. Aber dann hatte ich es geschafft, und war auf der Spitze, wo wir Lunch haben konnten. Und ich hab mich dann schon auf den Abstieg gefreut, denn bergab ist meiner Meinung nach leichter, aber wenn es so \ bergab geht, ist es auch nicht spaßig. Und vonwegen, ich sehe den Bus, da gehen wir schnurstracks hin, nein, WIR GEHEN EINEN RIESIGEN KREIS UM gefühlte 5 BERGE RUM UM IRGENDWELCHE DOOFEN FLÜSSE ANZUSCHAUEN. Tja, so war das. Wir sind einen wirklich riesigen Kreis gelaufen. Das war soo anstrengend, und nur bergauf oder bergab, und zwar steil. Letztenendes hab ich es ja doch geschafft.

Am Mittwoch ging’s dann auf nach Akaroa zur Devauchelle School, die nur 24 Kinder hat, denn es ist eine winzige Dorfgrundschule. Und alle kamen auf Farmen zu zwei, dritt oder viert. Zu den Kindern, die zwischen 6 und 12 Jahre alt waren. Ich war zusammen mit Luisa bei Maddy und Courtney, die 9 und 12 waren auf der Farm in Pigeon Bay. Das ist eine Stunde weit weg auf einem Berg mit dem Auto zu erreichen von der Stadt weg. Und da die Gastmutter Megan Putzfrau in der Schule ist, mussten wir noch 2 Stunden lang mit Maddy in der Schule rumhängen. Dann kam Courtney und wir durften uns ein Eis kaufen, das echt lecker war. Danach ging’s nach Hause. Und es war soo toll da, ich hatte zwar keinen Handyempfang mehr, aber das war es wert. Denn vom Küchenfenster und von unserem Schlafzimmerfenster aus konnte man direkt aufs Meer und die Berge blicken, einfach toll! Das Haus war riesig und es gab 16 Hühner, 2 Pferde, eins davon war schon 30 Jahre alt, 7 Arbeiterhunde, die in winzigen Käfigen gewohnt haben, einen Haustierhund und gaaanz viele Schafe, davon ein Lamm, das mit der Flasche aufgezogen wurde. Aber das Haus war nicht schön eingerichtet, man hätte da echt viel draus machen können unserer Meinung nach. Maddy hat riesige Füße für ihr Alter, übrigens. Und sie lernt total schnell, denn wir haben ihr, während wir auf ihre Mutter beim Putzen gewartet haben, die Farben auf Deutsch beigebracht, und sie konnte sie echt gut. Obwohl sie dachte, dass türkis pink ist.  Und auch am abend konnten die Kinder nicht genug davon kriegen, Deutsch zu lernen, ich hatte Lieder vorbereitet, auf deutsch mit englisch Übersetzung, die ich ihnen beigebracht habe. Hoppe Reiter, Oh Tannenbaum, Backe Kuchen und Grün sind meine Kleider.

Am Donnerstag waren wir Delfinschwimmen, was aber doof war, denn es waren erst keine Delfine da, beziehungsweise kamen sie nicht zu uns, und beim zweiten Versuch, wo ich gar nicht mehr im Wasser war, kamen 3 zu Luisa etwa 50cm weit weg. Aber wir durften die Delfine gar nicht anfassen, denn es waren wilde Delfine. Und es war auch ziemlich weit draußen in der Bucht, fast schon direkt im offenen Meer. Wir hatten 5cm dicke Neoprenanzüge an und Neoprenschuhe, und hatten Schnorchel dabei, die wir nicht an hatten. Es durften immer nur 10 auf einmal ins Wasser. Ich fand’s eigentlich gruselig, denn wir sollten uns verteilen, damit die Delfine durchschwimmen konnten, aber ich mag das nicht, wenn man keinen Boden unter den Füßen hat, und da überall sonst welche wilden Fische rumschwimmen. Sehr komisch. Außerdem war es Geldverschwendung, ganze $135, auch wenn ich es nicht bezahlen musste, hat die Schule gemacht. Trotzdem, ich dachte, dass man die Delfine anfassen durfte und mit ihnen schwimmen durfte, nicht im Wasser schwimmen und die Delfine anlocken und zwischen der Gruppe durchschwimmen lassen.

Tja, und heute sind wir wieder in die Schule gegangen und haben erst mit den Kindern Fangen gespielt, und danach Deutsch beigebracht, oder die Sprache, die man halt spicht, die Chinesen dann Chinesisch, die Japanesen (ich weiß, Japaner, aber Japanesen ist lustiger) Japanisch und die Brasilianer Portugiesisch (denn es gibt gar kein Brasilianisch, was ich immer ausversehen sage). Das dann für 2 Stunden, aber  da Luisa und ich zufällig Maddy in einer Gruppe waren, die schon alles konnte, und das andere Kind nicht wollte, haben wir gespielt. Das war toll. Danach ging’s zurück  nach hause.

Akaroa ist übrigens viel mit Französisch und so, warum auch immer.

Noch 18 Tage, dann komme ich wieder. Das ist doof. Aber auch gut.

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