Komparse? – Nein, danke!

Das war vielleicht ein Schock Erlebnis am Sonntag.

Das war ja sowas von langweilig! Erstmal musste ich um halb acht da sein. War ich auch. An dem Berufcollege, wo gedreht wurde, bin ich einfach den ganzen Leuten nachgelaufen, die in das Pausengebäude gegangen sind. Da saßen wir dann, ungefähr 15 Leute, davon waren fast alle Mädchen. Eine halbe Stunde lang. Bis jemand kam. Eine halbe Stunde lang! Und was wurde uns gesagt? Die Agentur hat uns falsch gebucht, wir werden erst um halb elf benötigt. Tja, aber da wo ich wohne, kann man ja nichts machen, also sind wir da geblieben und haben gewartet. Zwei Stunden lang. Nicht eineinhalb. Das beste war ja, als das „Team“ (bestehend aus einem Produktionsleiter, einem Kameramann, einem Tonmann, der noch nicht mal ein Püschmikrofon hatte, einem Praktikanten und der Drehbuchautorin) beladen mit zwei Tabletts belegten Brötchen rein kam und meinte, dass wir die Brötchen nicht anfassen dürften, weil sie für die Schauspieler wären. Wir haben nur Wasser und Saft in Tetrapacks bekommen – soviel zum versprochenen kleinen Catering. Aber nachdem sich ein paar beschwert haben, wurden beim Bäcker für uns Teilchen gekauft.

Endlich durften wir drehen, wie gesagt, nach zwei einhalb Stunden Warten. So, ein paar Leute sollten in den Klassenraum gehen, die anderen blieben draußen auf dem Flur stehen. Ich hatte das Glück, in den Klassenraum zu dürfen. Wir hatten – total realistisch – ein Heft, ein Blatt mit Aufgaben und einen Kuli bekommen, damit es echt aussieht. Keine Schultaschen oder so, aber egal. Der Produktionsleiter, oder wer auch immer das war, hat klingeling gemacht, und wir mussten aus dem Klassenzimmer gehen. Das war die Szene, in der ich ungefähr zwei Minuten zu sehen bin. Das nächste Mal bin ich quer durch’s Bild gelaufen, von draußen durch den Schulflur und zur anderen Tür wieder raus.

Schließlich bin ich nach einer Stunde Verlängerung und deswegen 10 Euro mehr in der Tasche nach hause gegangen, worüber ich echt froh war. Insgesamt habe ich für die fünf Stunden, die ich dort war 30 Euro gekriegt. Hätten sie nicht überzogen, hätte ich nur 20 Euro gekriegt, was irgendwie wenig ist, finde ich, oder?

Obwohl ich fest davon überzeugt war, dass ich sowas nie wieder machen wollte, habe ich schon das nächste Angebot für diesen Freitag entgegen genommen. Wieder vier Stunden lang rumsitzen und zwischendurch mal Schüler spielen.

Übrigens wird das ganze in Betrugsfälle auf RTL, das von fünf bis halb sechs läuft, ausgestrahlt, ich weiß aber nicht wann. Doch auf  RTLnow unter Betrugsfälle, sieht kann man sich die Serien anschauen. Bisher wurde es noch nicht gezeigt, kommt aber bald, denke ich. Also ich weiß nicht, wie sie diese Serie dann genannt haben, auf jeden Fall geht es irgendwie darum, dass ein Schüler das Gerücht verbreitet mit seiner Lehrerin was gehabt zu haben. Da bin ich dann also zwei Mal als Schüler zu sehen. Haha.

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