Ein männlicher Briefmark erlebte

Früher haben wir Ringelnatz‘ Gedichte gelesen. Die sind richtig niedlich und wirklich amüsant. Gestern wollte ich einen Morgenimpuls für die Schule suchen und bin irgendwie auf Kindergedichte von Christian Morgenstern gestoßen. Ich wusste gar nicht, dass er nicht mehr lebt, ich dachte, er wäre ein aktueller Dichter. Aber Pustekuchen, der ist schon fast 100 Jahre tot. Prima. Soviel zum Thema Allgemeinwissen. Das mit der Journualistenkarriere wird wohl nichts. Um dafür genommen zu werden, braucht man ein imenses Allgemeinwissen und muss die deutsche Grammatik kennen. Gut, ich kenne sie zwar und kann sie auch anwenden, allerdings wüsste ich jetzt nicht, was ein Partizip ist oder so. Naja, das vielleicht doch noch, aber so ein Demonstrativbegleiter? Puh!

Jedenfalls bin ich nach dem Gedicht Herr Löffel und Frau Gabel von Christian Morgenstern zu den Gedichten von Joachim Ringelnatz gekommen. Und eins davon fand ich – und meine Schwester und mein Vater auch – total niedlich.

Ein männlicher Briefmark erlebte

Ein männlicher Briefmark erlebte
was Schönes, bevor er klebte.
Er war von einer Prinzessin beleckt.
Da war die Liebe in ihm erweckt.

Er wollte sie wiederküssen,
da hat er verreisen müssen.
So liebte er sie vergebens.
Das ist die Tragik des Lebens!

Joachim Ringelnatz

Ist das nicht sweetheart?

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