Mach das Wasser aus

Gestern Nacht sind wir aus Frankreich wiedergekommen. Das war dort wirklich prima. Es gibt genau zwei richtig lustige Dinge: Zum einen haben wir Wellenwettlaufen gemacht, denn wir wohnen direkt am Meer, nur noch eine Mauer ist zwischen Promenade und dem Strand, aber das ist an sich gut so, denn bei starker Flut würde alles überschwemmt werden. Jedenfalls war wieder so eine starke Flut, und die Wellen sind immer mal wieder bis an die Mauer geschwappt. Warum nicht an der Mauer entlang laufen von einer Treppe zur anderen? Gesagt, getan. Hat an sich auch gut geklappt, bis auf eine ADS-Welle, die meinte extra schnell und extra hoch an die Mauer zu kommen. Die hat Dara und mich erwischt. Meine Schuhe waren pitschnass. Aber sowas von. Ich dachte schon, die würden nie trocknen, weil sie aus Leder sind. Dem war aber nicht so – zum Glück. Zwei Tage später konnte ich sie schon wieder anziehen. Neue Schuhe habe ich aber trotzdem bekommen.

Okay, in unserem Appartement haben wir zwei Duschen, die im unteren Geschoss war aber verstopft und der Abfluss ging nur sehr langsam. Mein Vater hat es zwar repariert, aber vorher wussten wir nicht, dass die Dusche verstopft war und meine Schwester Dara ist eben dort duschen gegangen. Meine Mutter hatte zu spät bemerkt, dass Dara schon unter der Dusche stand und hat sie demnach erst später darauf hingewiesen, dass das Wasser gar nicht abläuft. Nun das Gespräch dazu.

Montag Morgen 10 Uhr in Frankreich. Dara duscht. Jacky, mein Vater und ich liegen noch in den Betten. Meine Mutter liest, bemerkt dann aber, dass Dara duscht und geht an die Badezimmertür.

„Dara!“
„Ja?“
„Läuft das Wasser denn ab?“
„Nicht wirklich…“
„Dann hör auf zu duschen.“

Plätscher

„Dara! Mach das Wasser aus, bevor es überläuft!“

Plätscher

„Wieso hast du denn die Tür abgeschlossen?“
„Weil fremde Leute im Haus sind.“
„Jetzt stell das Wasser ab, bevor das Bad überschwemmt wird.“

(Jacky zu mir: „Das ist ja spannender als in jedem Hörbuch.“)

„Ja, Moment.“
„Pass auf, wenn du rauskommst, dass du nicht ausrutschst!“

Wasser wird abgestellt. Dann ein Schrei.

„Dara! Alles ok?“
„Aaaah!“
„Mach die Tür auf!“

Die Tür geht auf. Dara springt in ein paar Handtücher gewickelt aus dem Bad.

„Da ist eine fette Spinne drin. Auf meinem Handtuch. Gerade, als ich mich abtrocknen wollte. Ich dachte das wäre ein Fussel.“
„Hendrik!“
„Papa, Spinne!“
Papa aus dem Schlafzimmer: „Jaja.“
„Doreen! Komm mal!“
Ich von oben: „Nein Mann, ich schlafe noch.“
„Hendrik, jetzt komm her und bring die Spinne raus.“

Hendrik geht ins Bad. Doreen kommt runter.

„Okay, erledigt. Hier.“

Er hält Dara das Handtuch mit der zematschten Spinne drauf hin.

„Oh nein, das machst du.“
„Ihh, was für eine Spinne – Jacky, das ist eine Monsterspinne, die ist so groß wie meine Hand und total fett.“
Von oben: „Baaah!“
Dara: „Das Handtuch lag auf meinem Bett, da könnten überall Spinnen sein. Igitt.“
„Ach Dara, Quatsch. Achtung, Spinne auf deiner Schulter.“
„Aaah!“
„Spaß.“
„Boah Papa!“

Amusig, was? Jetzt muss ich mich aber anziehen gehen – Hundeschule.

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