Go for it

Na klasse, da habe ich gerade einen Blogartikel geschrieben und dann stürzt mir WordPress ab und ich muss alles wieder von neu tippen. Im Grunde handelte der vorherige Artikel von den anderen beiden Tatsachen, über die ich im letzten Artikel nicht berichtet hatte. Allerdings ist das echt langweilig geworden und es wäre garantiert kein Spaß, das Gequatsche über mein Kleid im Detail zu lesen.

Deshalb kürze ich einfach ab und erzähle euch, dass ich mein Abiballkleid fertig genäht habe – es ist ultramarineblau und bodenlang, der obere Teil besteht aus wild verschlungenen Rüschenblumen und der Rock ist aus glatter Wildseide. Das hört sich sogar noch exklusiver an als in dem Originalartikel. Aber eigentlich ist es ein ganz normales Abendkleid, nur eben exakt auf mich zugeschnitten, weil ich es mir eben selbst gemacht habe.

Und die andere Feststellung aus dem letzten Artikel war, dass immer etwas schief geht, wenn ich nur meine Haare wasche. Neulich habe ich beim Einschäumen vergessen, das Wasser abzustellen, sodass sich die Brause einfach nach oben gedreht hat und nicht nur mein Gesicht, sondern auch mein ganzes Oberteil nass geworden ist. Und das andere Mal hatte ich über Nacht Arganöl in meinen Haaren (als Haarkur, siehe Artikel Strohhaare vom März) und ich habe es partout nicht hinbekommen, sie ordentlich auszuwaschen. Echt, ich habe sie beim ersten Mal geföhnt und geföhnt und mich gewundert, warum sie unten nicht trocken werden. Dabei waren sie nicht nass, sondern ölig. Dann hatte ich aber keine Lust, meine Haare direkt nochmal zu waschen und bin einfach den halben Tag damit rumgelaufen, sie sahen ja an den Spitzen nur nass aus, und habe sie erst wieder abends gewaschen. Dafür habe ich jetzt aber immer noch super weiche und glänzende Haare – und das 10 Tage später.

Eigentlich sitze ich überhaupt am Computer, um endlich mal Bewerbungen zu schreiben, damit ich langsam mal zur Potte komme mit den Jobs, Ausbildungen, Informationsveranstaltungen und Studiengängen et cetera.
Die Wahrheit ist, dass ich tatsächlich etwas Angst davor habe, Bewerbungen zu schreiben und abzuschicken. Das klingt vielleicht albern, aber irgendwie ist das alles so schnell auf einmal. Zack, da habe ich das Abitur seit Montag offiziell bestanden und sofort werde ich gedrängt, mich hinzusetzen und zu machen. Dabei weiß ich noch nicht mal was. Wie soll das denn funktionieren? Ich habe schon einige Onlineeignungstests gemacht, um mal zu checken, was mir liegt. Ganz im Ernst? Meine Interessen: Künstlerisch/Schöpferisch/Kreativ, Marketing/Werbung, Musik aktiv. Meine Eignung: Informatik, Landschaftsarchitektur, Marketing/Werbung. Also what? Was geschieht hier? Wie kann das sein? Wie kommt dieser Test denn auf so ein Ergebnis? Es liegt daran, dass ich vor allem in den Bereichen Zahlenverständnis, Logik, Konzentrationsfähigkeit und Kreativität besonders gut abschneide. Krasse Funfacts am Rande, echt. Aber trotzdem. Ich weiß zwar, dass ich auf jeden Fall etwas Künstlerisches/Schöpferisches/Kreatives machen möchte, aber was genau, das ist ungewiss. Deshalb drücke ich mich etwas davor, eine Entscheidung zu treffen. Aber ich checke erstmal das Arbeitsamt mit der Berufsberatung und bemühe mich um einen Nebenjob und ein Praktikum in der Oper als Kostümschneiderin habe ich auch schon halb in der Tasche. Dann sehen wir weiter.

Ja, und dann fällt mir auch noch eine superkurze Geschichte ein, die mir neulich passiert ist. Ich bin hin und wieder Komparse für die Nachmittagssendungen auf RTL und Sat1. Letztens wurde ich dafür wieder gefragt, aber denen ist ein Fehler unterlaufen, sodass meine Daten nicht weitergegeben wurden und ich nicht erfahren habe, dass der Dreh zwei Stunden vorverlegt wurde. Das wusste ich vorher natürlich alles nicht und bin zu dem Drehort gefahren, der auf ersten Blick leer war. Im Gebäude dann saßen zwei Menschen.
Ich: „Hi, ich bin Doreen und als Komparse hier. Wo muss ich mich melden?“
Plötzlich springt ein Mann auf, er ist vielleicht Mitte 40, läuft mit drei großen Schritten auf mich zu und hält mir die Hand hin.
Er: „Rainer. Ich bin auch Komparse. Schön, dich kennenzulernen.“
Ich: „Hallo… Rainer.“
An dieser Stelle wünschte ich, Rainer würde nicht nur Rainer, sondern noch zusätzlich Hans-Karl heißen, das hätte die Situation gleich noch paradoxer gemacht. Denn kaum hatte er mich freudig begrüßt, war er auch schon wieder zurück auf seinem Platz.

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