Waterproof

Frankreich vor zwei Wochen. Es klopft. Meine Mutter öffnet. Ein älterer Herr steht davor und zieht seinen Hut.

Er: Bonjour Madame. Parlez-vous le francais?
Mama: Un petit peu. (eigentlich spricht sie prima)
Er: Deutsch?
Mama: Oui.
Er: Wir ‚aben ‚eute kein Wasseur. Ab eins Stunde bis vier Stunde.
Mama: In Ordnung, da sind wir unterwegs.

Von zwölf bis halb sieben waren wir in der Stadt. Als wir nach Hause kommen und ich im Bad meine Hände waschen will, geht das Wasser genau dann aus als ich meine Hände eingeseift habe.

Ich: Mama, das Wasser geht nicht.
Papa: Diese Franzosen bekommen aber auch nichts auf die Reihe!
Ich: Kann mir jemand Wasser bringen?
Mama: Jetzt haben wir kein Wasser, die Geschirrspülmaschine ist fast voll, weil ich dachte, ich stelle die Teller vom Abendessen später noch rein, damit ich alles zusammen spülen kann.
Papa: Das gibt es doch nicht.
Mama: Dabei haben wir heute Mittag Krabben gegessen.
Ich: Dara? Bist du irgendwo?
Mama: Doreendara: Niemand macht mehr die Geschirrspülmaschine auf, ich habe alles vorbereitet, dass ich sie nur noch anstellen muss, sobald wir wieder Wasser haben.
Ich: Hallo? Irgendjemand?
Alle: …

Am nächsten Tag kommt der Mann wieder.

Er: Je suis desolé. Wasseur – Rohr- kaputt – cassé – Il n’y a pas d’eau – compris?  Je suis desolé, je suis desolé. Sans d’eau bis morgen Mittag. Mais, versprochen, auf jeden Fall morgen Mittag um vier wieder Wasseur. Sie müssen Wasseur am Strand ‚olen à la douche.
Papa: Diese Franzosen!

Wasser hatten wir erst am übernächsten Tag, dafür aber schon um elf.

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