Ein Hinweis, ein Hinweis

Heute Nachmittag haben wir ein äußerst kompliziertes Spiel ausprobiert, das mich immer noch sehr verwirrt. Dara hatte sich die Anleitung durchgelesen und es uns erklärt. Beziehungsweise, Papa hat versucht es zu verstehen und ich war abgelenkt und habe so die Hälfte verpasst. Aber im Grunde geht das Spiel so, dass man gemeinsam Zahlenreihen vervollständigt. Das besondere daran ist, dass man die Karten so hält, dass nur die anderen sie sehen und nicht man selbst. Und da fängt der Spaß auch schon an. Man muss sich total konzentrieren, um sich zu merken wo welche Karten sind und wie man sie passend anlegt. Aber nicht, dass man einfach eine Karte nimmt und hinlegt, nein, alles muss genau geplant sein. Und zwar von den anderen, die einem nämlich sagen, wo welche Karte ist. Das heißt, wenn man an der Reihe ist, hat man folgende Optionen: 1. Eine Karte ablegen (sofern man weiß, welche man auf der Hand hat) oder 2. Einen Hinweis geben. Genau das macht es wirklich kompliziert.

Dara: … und so vervollständigen wir zusammen die Zahlenreihen. Papa, du fängst an.
Papa: Okay, also ich mache jetzt was?
Dara: Also entweder gibst du einen Hinweis oder du legst eine Karte ab. Obwohl, also das wäre jetzt nicht so schlau, denn eigentlich hast du ganz gute Karten, und überhaupt weißt du ja noch gar nicht was du für Karten hast.
Papa: Gut, habe ich eine blaue Eins?
Dara: Nein!
Papa: Nicht.
Ich: Doch klar hat er eine.
Dara: Halt! Nein, er muss einen Hinweis geben. Nicht einfordern.
Ich: Wie?
Dara: Papa gibt mir einen Hinweis. Nicht sich selbst.
Ich: Und warum nicht mir?
Dara: Oder dir. Ist egal.
Papa: Okay. Doreen, ein Hinweis: Du hast eine rote Fünf.
Dara: Nein! Doreen muss danach fragen.
Ich: Habe ich eine rote Fünf?
Dara: Halt! Nein! So geht das nicht! Entweder Zahl oder Farbe.
Ich: Habe ich rote Zahlen?
Papa: Ja. Und zwar da.

Er tippt auf eine meiner Karten.

Ich: Also habe ich wohl eine rote Fünf.
Papa: Genau.
Ich: Wieso machen wir das dann so kompliziert, Dara?
Dara: Ich bin jetzt dran. Merk dir einfach wo deine rote Eins ist. Ich gebe dir jetzt einen Hinweis.
Ich: Wieso?
Dara: Weil ich jetzt dran bin.
Ich: Wann das denn? Seit wann geht denn die Uhr so… ach nee, stimmt ja, schon gut.
Dara: Was würdest du gerne wissen?
Ich: Also gerade habe ich gesehen, dass ich hier eine weiße Drei habe. Stimmt das?
Dara: Woher weißt du das denn jetzt?
Ich: Das hat sich gerade im Fenster gespiegelt.
Dara: Och nö, Doreen!
Papa: Bin ich dran? Habe ich eine gelbe Zwei?
Dara: Boah nee. Du! Darfst! Nur! Einen! Hinweis! GEBEN!
Ich: Wie jetzt?
Dara: Das ist doch voll einfach. Wir spielen im Team. Also entweder gewinnen wir alle oder verlieren. Und wir müssen die Zahlenreihe vervollständigen.
Papa: Nochmal von vorne, bitte.
Ich: Ich dachte, du bist dran, Dara.
Dara: Also Leute, so geht das nicht. Ihr überfordert mich maximal!

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