In der Pampa

Die Woche waren wir in Bayern.
Ich habe Dara auf dem Bauernhof besucht und mir ihre Arbeit angeschaut. Um ehrlich zu sein, ich bin etwas gescheitert.

Erstens, es gab in dem Ort – Ort ist gut, da standen vier Häuser und ein Bäcker – partout kein Netz.

Zweitens, alles hat nach Mist gerochen.

Und drittens, ich habe Angst vor Gänsen. Die schauen aber auch schon so böse, wenn man mit Futter ankommt.

Apropos Futter, ich habe Dara beim Füttern geholfen: Wir haben eine Schubkarre mit Futter und Heu für die Schafe, Gänse und Rehe beladen. Mit einer Schaufel sollte ich dann abwechselnd rechts und links das Futter im Gehege verteilen, während Dara die Schubkarre schob. Das ist allerdings insofern schief gelaufen, dass ich die Schafe immer mit Futter abgeworfen habe, statt es auf den Boden zu streuen. Aber gut, dann haben die Rehe ihnen eben vom Rücken gegessen. Auch eine Option.

Es war trotzdem sehr amüsant auf dem Hof. Da gab es sechs eigensinnige Hunde, die so wild waren, dass es echt schwer war, mit ihnen auszugehen. Einer ist zu achtzig Prozent Wolf und hat so was von dermaßen Kraft, dass er den fünfzehnjährigen Praktikanten regelrecht hinter sich her quer durch den Wald gezogen hat.
Und wenn wir Pause gemacht haben, zogen alle ihre Handys aus den Taschen und fingen an zu texten. Außer ich, denn nur ich hatte kein Netz. Oder wenn, dann nur so schlechtes Netz, dass es noch nicht mal eine Nachricht verschickt hat. Das war durchaus deprimierend, aber ich habe es ganz gut ausgehalten, zwei Tage lang keinen Kontakt mit der Außenwelt zu haben. Dafür hatten die da drei Babykatzen, das hat es dann wieder wett gemacht.

Den Tag drauf waren wir bei meiner Oma und meine Mutter hat uns gebeten, den Tisch zu decken.
Mama: Könnt ihr bitte den Tisch decken.
Dara: Wir haben aber gestern den ganzen Tag gearbeitet. Das war voll anstrengend mit der Doreen an der Backe.
Ich: Ja danke auch.
Mama: Toll, ich habe schon 30 Jahre gearbeitet. Tisch decken! Zack zack!

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4 Kommentare zu „In der Pampa

  1. Ferien auf dem Bauernhof – nicht nur fuer Kinder ein Erlebnis, wie du gerade bestaetigt hast !
    Wilde Hunde…..ist das nicht der Ort, wo Tiere filmreif trainiert werden…..?

  2. Oh drei Tage kein Netz. Klingt nach Erholung pur! Und Gänse, die sind wirklich gemeine Biester. Ich habe auch Angst vor denen. Wurde allerdings, als ich 5 war, von so einem Mistvieh gebissen, obwohl ich mich hinter dem Wäschekorb versteckt habe

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