Hier, Kind, Gewürze!

Ich muss eigentlich nur mit dem Finger schnipsen und ich bekomme, was ich brauche. Zumindest bei lebensnotwendigen Sachen für die WG oder Büchern für die Uni.
Mit Salz und Pfeffer komme zumindest ich nicht immer aus – wenn ich denn mal koche. Obwohl ich sagen muss, dass sich L. und ich schon bemühen, ausgewogen zu essen seit wir wieder hier sind. Vor den Semesterferien habe ich eben meiner Mama erzählt, dass mir Zimt fehlt. Warum ich diesen random Fact überhaupt geteilt habe, frage ich mich ehrlich, aber noch mehr, warum ich nicht einfach in den Rewe gehüpft bin und mir welchen gekauft habe. Jedenfalls habe ich dann überlegt, was uns eigentlich noch so fehlt und da sind wir auf eine ganze Reihe Gewürze gekommen, die man hin und wieder mal brauchen könnte.
Da ich jetzt in den Ferien so ungefähr den gesamten Inhalt meines Kleiderschrankes dabei hatte, war weder in meinem Koffer noch in dem Rucksack auch nur ein Kubikzentimeter Platz für meine Jacken und Schuhe und Gewürze und Gewürzmischungen und Spannbettlaken und Osterschokolade. Es war wie ein kleiner zweiter Umzug, ich weiß auch nicht wo das ganze Zeug plötzlich herkam, aber es war da und eben kein Platz. Lösung: Ein Paket. Aber nur eins, man möchte ja Kosten sparen. Der Karton war zu klein, also hat meine Mama ein bisschen Tetris gespielt und irgendwelche Falttechniken angewandt, dass am Ende doch alles reingepasst hat.
Heute war dann wohl ein völlig genervter Paketbote bei uns, der mal wieder keinen von vormittags angetroffen hat, und anstatt das Paket wie sonst beim Nachbarn abzugeben, hat er es in die nächste Poststelle verfrachtet.
Was ich vergessen habe: Abholung erst am nächsten Tag. Wann ich in der Filiale war: heute, 17:59 Uhr. Was der Mann zu mir sagte: „Sie Glückskind!“, weil das Paket 1. doch schon da war und 2. dreizehn Kilo gewogen hat. Bis zu uns nach hause sind es dann vielleicht anderthalb Kilometer, aber ich habe zu L. direkt schon gesagt, dass wir auf den Bus warten, egal wie lange es dauert. Und auch da waren wir Glückskinder, da der genau zwanzig Sekunden nachdem wir keuchend an der Haltestelle ankamen vorfuhr. Dann in den dritten Stock hoch, aber L. hatte plötzlich einen Powerschub und flitzte nach oben, also alles tip top gelaufen.
Da wartete auch schon A. mit dem Essen auf uns. A. wohnt nun seit drei Wochen bei uns in der WG und L. und ich sind seit Samstag wieder da. Aber es ist wirklich toll wieder da zu sein und wir machen auch so viel zusammen, ich mag es richtig. Erstmal der ganze Gossipaustausch, dann das allgemeine Geplaudere, Einkaufen, Kochen, Essen, in der Wohnung rumbasteln und ein paar Folgen New Girl schauen, wenn wir dann zu dritt auf meinem Bett hocken und Tee trinken. Und Hummel halb auf dem Laptop liegt und sich die Pfoten wärmt.

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